Schalke 04: Auch Unnerstall soll bleiben

"Ich bin sehr froh, Schalker zu bleiben": Timo Hildebrand hat seinen auslaufenden Vertrag verlängert.
"Mit Ralf Fährmann, Lars Unnerstall und Timo haben wir nun drei Torhüter für die kommende Saison unter Vertrag", erklärt S04-Sportvorstand Horst Heldt. "Unsere Planungen auf dieser Position sind damit abgeschlossen." Das heißt: Mit Hildebrand (33, jetzt Vertrag bis 2014), Fährmann (23, 2015) und Unnerstall (21, 2013) haben die Königsblauen zur neuen Saison drei etwa gleichwertige Schlussmänner in ihren Reihen - einer wird auf der Tribüne Platz nehmen müssen.
"Die Situation mit drei Torhütern ist ungewöhnlich. Ich will nicht auf die Tribüne", hatte Hildebrand schon vor Wochen gesagt, trotzdem unterzeichnete er einen neuen Kontrakt. "Ich freue mich sehr, dass es für mich bei Schalke 04 weitergeht, denn ich fühle mich sehr wohl hier", wird der Ex-Nationalspieler (sieben Länderspiele) nun in der Schalker Pressemitteilung zur Vertragsverlängerung zitiert.
Hildebrand war im Oktober 2011, damals vereinslos, verpflichtet worden, weil sich Fährmann einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. "Eine Riesenchance" nennt Hildebrand den Wechsel rückblickend - er nutzte sie: Weil wenig später auch Unnerstall ausfiel, durfte Hildebrand sechs Bundesliga- und fünf Europa-League-Spiele absolvieren und überzeugte dabei durchaus. Heldt: "Er hat uns in der vergangenen Saison in einer sehr schwierigen Situation geholfen und dabei unter Beweis gestellt, dass man sich bei allen sportlichen Herausforderungen auf ihn verlassen kann."
Fährmann "will spielen", Unnerstall soll verlängern
Gerade auf der Torhüterposition steht S04 also eine heiße Saisonvorbereitung ins Haus. Das Keeper-Trio hofft geschlossen auf den Zuschlag als Nummer eins. "Ich will spielen, mit Beginn der Vorbereitung greife ich wieder voll an", meinte Fährmann unlängst gegenüber dem kicker. Unnerstall sprach schon von der "Vorfreude, in der Champions League zu spielen".
Der Youngster darf sich dazu auch gute Chancen ausrechnen, faktisch hat er sich vorerst als Nummer eins etabliert: In 21 von 34 Bundesliga-Spielen stand Unnerstall in der abgelaufenen Saison zwischen den Pfosten. Heldt will bald auch mit ihm verlängern, Unnerstall wartet aber die weitere Entwicklung lieber noch ab: "Mal sehen, was nach der Pause so passiert."


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